Getreu dem Motto...

 „Jeder kann mitschießen“ kamen am Sonntag den 17.9.2017 42 Bogenschützen aller Gurtfarben und auch schiesslustige Kinder der Schützen am HSC zusammen. Es galt einen würdigen Nachfolger des Schützenkönigs 2016/2017, Christoph Kortmann den Ersten, zu küren. 

 

Geschossen wurde auf der neu errichteten Eventranch auf 20 Meter Distanz mit dem den meisten wohl unbekannten Blankbogen. Doch nicht nur der Bogen stellte eine Herausforderung für die Schützen dar, auch die Zielscheibe war eine gänzlich andere. Denn die Schützen mussten um den heiß begehrten Titel des Schützenkönigs bzw. der Schützenkönigin zu ergattern eine Wand aus ca. 200 eigens durch Lars!!! aufgepusteten Luftballons überwinden und durch gezieltes Treffen der gut versteckten "Auslöserluftballons" den Adler zu Fall bringen. Wem dieses Amt jedoch zu heikel war, der versuchte lieber die umliegenden "Auslöserluftballons" zu treffen und dadurch eine der vier Insignien (Krone, Zepter, Fässchen und Apfel) zu gewinnen. 

 

 

 

Gegen 14 Uhr wurde das Spektakel jedoch zunächst mit der Rede des abdankenden Königs, Christoph Kortmann den Ersten, eröffnet. Dieser ließ das Jahr Revue passieren und hob nochmal die besonderen Erfolge einzelner Schützen hervor. 

 

Sodann war es an ihm, das Schützenfest durch den ersten Schuss zu eröffnen. 

 

Es folgten in festgelegter Reihenfolge die weiteren Schützen. Und so vergingen erst einmal einige Probe- und Fehlschüsse, bis jeder den Dreh raus hatte, wie man denn mit einem Blankbogen ohne jeglichen Schnick Schnack wie Visier, Button oder überhaupt einer Fingerschlinge die Ballons am Ende der Ranch trifft. 

 

Äußerst beliebt schienen dieses Jahr die so genannten "Trickschüsse". So ließen viele der Schützen ihre Pfeile -natürlich absolut gekonnt und keineswegs aus Versehen- vor den Ballons kurz auf dem mit Rindenmulch ausgelegten Boden aufticken, damit er dann in einem möglichst flachen Winkel lediglich auf die unterste Ballonreihe traf. Denn dahinter vermuteten die Schützen die kleinste Gefahr, waren doch die wichtigen Ballons eher in der oberen Mitte der Wand zu finden. 

 

Wer aber auch mit diesem Trick in der 2. - 4. Runde keinen Ballon traf, wurde zur Kasse gebeten. Pro Fehlschuss musste eine kleine Strafe in Form von 2 Euro für die Grüngurte und 3 Euro für die Blaugurte gezahlt werden. Es sei denn man spielte sich durch einen gekonnten Dartwurf auf zwei kleine Luftballons in ca. 3 Meter Entfernung frei. Von dem so gesammelten Geld soll schließlich das Schützenfest im nächsten Jahr finanziert werden ;).

 

 

 

Nach dem 178. Schuss viel als erstes das Fässchen. Getroffen hatte es Sarah Kühn, die sichtlich erleichtert war, dass es nicht der Adler gewesen war. 

 

Sie wurde gebührend beglückwünscht und gefeiert, bevor die nächsten Schützen ihre Pfeile fliegen ließen. 

 

 

 

Eine davon war Katharina Jeanicke, die mit dem 194. Schuss doch tatsächlich den Adler zu Fall brachte. Sie selbst staunte neben Lars - der den Adler doch eigentlich gut gesichert hatte - nicht schlecht, als plötzlich ihr ganzes Volk jubelte und der ein oder andere schon einmal seinen Hofknicks übte. Sie hatte ihren Pfeil so geschickt durch die Luftballonwand und die Sicherung vor dem "Adlerluftballon" manövriert, dass selbst der gepolsterte Pappkarton diesen nicht mehr schützen konnte. 

 

So hatte der HSC seine erste „Kinder- und Jugendschützenkönigin“ gefunden. 

 

Von all der Schieß- und Werferei durften sich die Schützen dann in der Halbzeitpause kurz erholen. Für das Auffüllen der Kraftreserven waren wie immer Jutta und Marianne zuständig. Die beiden sponserten das üppige Grillbuffett mit Würstchen, Steaks, Hähnchenspießen und leckeren Salaten. 

 

Platz zum Essen fanden die hungrigen Schützen in der festlich geschmückten Halle, die von DJ Sarah mit allerhand Schlagern und stimmungsvoller Musik beschallt wurde. 

 

 

 

Im Anschluss ging das Wettschießen weiter. Da die „Kinder- und Jugendschützenkönigin“ mit ihrem zarten Alter von 15 Jahren nicht alleingelassen werden sollte mit den königlichen Pflichten, wie z.B. dem Redenhalten bei wichtigen Veranstaltungen, sollte ihr noch ein „Erwachsenen Schützenkönig bzw. Schützenkönigin“ zur Seite gestellt werden. 

 

Bevor derjenige jedoch am Ende des Spektakels gekürt wurde. Gab es eine weitere Besonderheit in diesem Jahr. Denn mit dem 233. und 268. Schuss fielen zunächst das Zepter und dann der Apfel – wodurch dem Ehepaar Kleiböhmer die Ehre durch das gemeine Volk zuteilwurde. Karl-Heinz und Petra hatten sich als frisch geprüfte Grüngurte direkt in die Annalen des HSC geschossen. 

 

Nach 43 weiteren Schuss wurde auch die letzte Insigne ergattert- und zwar durch unseren wohlbekannten Roland. Der sich mit diesem Schuss die verdienten Jubelrufe des Volkes einheimste und mit Sicherheit auch seinen Enkel stolz gemacht hat (an dieser Stelle nochmal kurz zu erwähnen: saucooles T-Shirt Roland! ;) )

 

Die Auswahl des „Erwachsenen Schützenkönigs bzw. der Königin“ gestaltete sich dann jedoch etwas schwieriger. Denn 11 Runden vergingen, ohne das auch nur ein Schütze in die gefährliche Nähe des letzten wichtigen Luftballons traf. Sage und schreibe 429 Schuss bedurfte es, bis unsere gute Justyna ihren 12. Schuss abgab und sich mit schreckerfülltem Blick umdrehte, als sie realisierte, dass genau dieser Schuss den Adler zu Fall gebracht hatte. 

 

Die Menge tobte und applaudierte, während die Arme erst ungläubig Lars und dann ihren Göttergatten Berni anschaute. 

 

Damit war die Thronnachfolge geklärt und Justyna neben Katharina als Oberhaupt der Bogenschützenabteilung des HSC erkoren. 

 

Die prunkvolle Krönung der beiden Königinnen wurde sodann durch das Festkomitee in der Festhalle vorgenommen. Die Insignienschützen erhielten – passend zu ihren jeweiligen Errungenschaften – ein kleines Fässchen Bier, einen purpurroten Regenschirm, eine gute Flasche Apfelkorn, sowie eine goldene Krone. Auch eine rote Schärpe mit goldener Nadel durfte nicht fehlen, damit auch jeder erkennen konnte, dass es sich bei den Glücklichen nicht nur um Gewinner, sondern zugleich auch um ehrenvolle Mitglieder des Hofstaates des HSC für das Jahr 2017 handelt, die ihren Königinnen treue und ergebene Dienste für das laufende Sportjahr leisten. Auch die beiden Königinnen erhielten rote Schärpen, sowie den Wanderpokal und die rot weißen Medaillen zum Zeichen des neu erworbenen Amtes. 

 

 

 

Nach all dem Trubel löste sich dann die Gemeinschaft langsam auf und ging ihrer Wege. 

 

Zurück blieb eine sichtlich zufrieden Jutta, zwei durchaus noch etwas geschockte Königinnen und ein glückliches Festkomitee.

 

 

 

In diesem Sinne liebe Schützen: 

 

Danke für den tollen Tag und auf bald :)

 

 

 

Eure Birgit, Kathrin, Sarah und Kathleen